PROJEKTE & WORKSHOPS

Tanzprojekte für Ihre Schule?

Wir bieten Workshops, Projekttage und Tanz im Rahmen von regulärem Curriculum an. Individuell, professionell und innovativ.

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Warum TANZ?

Wie für Musik, Kunst, Theater oder Spiel gilt auch für den Tanz die pädagogische Grundidee der Bildung des Menschen zu, durch und in den Künsten, die ästhetische Bildung der bzw. durch die Sinne (vgl. Liebau & Zirfas, 2008). Die Nähe der Kunstsparten ist auf ihre strukturellen Ähnlichkeiten zurückzuführen. So bestehen Analogien zwischen Musik und Tanz z. B. hinsichtlich Zeit, Dynamik und Spannungsaufbau, zwischen bildender Kunst und Tanz im Hinblick auf die Form- und Raumgestaltung und zwischen Theater, Spiel und Tanz in ihrem darstellenden und zeigenden Charakter.

Als leibliches Phänomen bildet Tanz jedoch einen besonderen Anknüpfungspunkt kultureller Bildung. Tanz ist immer an Körperlichkeit gebunden und damit hautnah und unmittelbar. Sämtliche lebensweltlichen Erfahrungen sind Erfahrungen des Körpers und Erfahrungen mit dem Körper und lagern sich im Körperlichen ab. Gleichzeitig ist der Körper der Ort, an dem vergangene Erfahrungen virulent und sichtbar (gemacht) werden können. Dabei verlaufen die Prozesse der Erfahrungsbildung selten bewusst; erst die gerichtete Aufmerksamkeit auf Empfindungen und Wahrnehmungen seines Körpers in Raum und Zeit kann Un- oder Vorbewusstes, Alltägliches und Gewohntes wie auch Noch-nicht-Gewusstes an die Oberfläche bringen. In seiner zeitgenössischen Ausrichtung an räumlichen, zeitlichen und dynamischen Strukturen (und weniger an festgelegten Bewegungsformen) enthält der Tanz dieses Potenzial unmittelbarer, körpernaher Aufmerksamkeit.

Die körperliche Gebundenheit verweist auf den individuellen und subjektiven Charakter von Tanz. Im Unterschied zu anderen körperbetonten Tätigkeiten, wie z. B. dem Sport, enthält der Tanz einen ausgesprochen großen Freiraum für subjektive Auslegungen und individuelle Ausgestaltungen. [7] Im individuellen Umgang mit seinem Körper ermöglicht Tanz das zu finden, was dem Einzelnen oder auch der Gruppe entspricht, was subjektiv stimmig ist. Lebensweltliche Empfindungen und Erfahrungen können so auf die je eigene Weise verarbeitet und zum Ausdruck gebracht werden. Die möglichen Perspektiven, die das Sich-körperlich-Erleben und Bewegen dabei für die Person eröffnet, sind vielfältig; sie zu erfahren und mit eigenem Sinn zu belegen scheint angesichts der überbordenden Fülle an sinnversprechenden Angeboten eine immer notwendiger werdende Herausforderung für Jugendliche zu sein. Tanz enthält in diesem Sinne als geformter Selbstausdruck und selbstbestimmte Form immer auch eine politische Dimension, indem in und mit der gestalteten Bewegung der Mensch Stellung bezieht zu der ihm umgebenden Welt.